Monster Magnet_Copyright-Andreas Müller_Konzert&FestivalNerd2020

Monster Magnet aus New Jersey, sind mittlerweile zu Urgesteinen der Stoner Rock-Szene geworden. Dave Wyndorf (63 Jahre) ist der Frontmann und der einzige Fels in der Brandung der 1989 gegründeten Band, denn diese hat ihre Besetzung bereits einmal vollständig durchgetauscht. Was der Qualität der Band keinerlei Abbruch getan hat, weder im Studio, noch bei der Live-Performance.
Die Single-Auskopplung „Space Lord“ des Albums „Powertrip“ startet für die Band eine erfolgreiche Ära. David Wyndorf kehrt den Bewusstseins erweiterten Drogen den Rücken zu und Monster Magnet gehen voll und ganz in ihrem neuen Genere Rock und Heavy Metal, am Ende der 90er Jahre, auf. Die aktuelle Europa-Tour findet anlässlich des 30–jährigem Bandjubiläums statt. Die Tour sollte ja eigentlich schon 2019 stattfinden, musste aber Aufgrund einer Mandelentzündung von Wyndorfverschoben werden. Heutige Aufgabe: Die Kölner Essigfabrik in einen Hexenkessel verwandeln. Der 63 jährige Wyndorf nimmt diese Aufgabe stimmgewaltig und mit in der Hüfte hängender Gitarre extrem ernst 🙂
Erstmal starten aber die britische Rockband Saint Agnes mit exzellenter Performance den Abend. Die in die Jahre gekommenen Kutten, Lederjacken und Metal-Mähnen der Fans dominieren definitiv die Essigfabrik an diesem Abend. Nach der instrumentalen Ouvertüre „Goliath and the Vampire“ ist es endlich soweit, die satten Gitarrenriffs von Monster Magnet hämmern uns unaufhörlich bei „Atomic Clock“ in die Magengegend. Möge es niemals enden.
Das übele Wetter ist in der nicht ganz ausgefüllten Essigfabrik schnell vergessen, die Sauna artigen (gefühlte 50 Grad Celsius) Temperaturen und der hämmernde Heavy-Metal Sound tun ihr übriges den Hexenkessel anzuheizen. Wie immer gibt der Frontmann Wyndorf die Rampensau der Band. Er hebt die Gitarre über den Kopf und lässt sein unverkennbares Knurren ertönen. Das untrügliche Zeichen das er sich in seine Rolle eingefunden hat. Der Rest der fünfköpfigen Band gibt Sein Bestes um mit ihrem Chef mitzuhalten.
Der hat nichts anderes im Sinn als die Fans mit den Songs aus „Powertrip“ zu erfreuen. Er ist ohnehin nicht dafür bekannt die Audienz mit überflüssigen BlaBla zu beglücken. Headbangen, Gegröle und ausgiebiger Applaus sind die einstimmige Antwort der Fans.
Zu guter Letzt des Mainsets bringt „Space Lord“ begleitet durch extensive „Motherfucker“-Chöre den Hexenkessel zum überkochen.
Kurze Pause zum Durchatmen. Dann beginnt der Zugaben-Block der sich nahtlos in die Schweiß und Bier geschwängerte Atmosphäre einfügt. Als sich die Band nach ihrem fulminanten Gig und den 20 minütigen Zugaben verabschiedet wird der Bullgod unter donnernden Applaus in den Backstage Bereich begleitet.
Draußen begrüßt uns die nasse kalte Nachluft und uns allen ist klar die Ära von Monster Magnet ist noch lange nicht zu Ende.

Setlist:
Atomic Clock
Tractor
Crop Circle
Temple Of Your Dreams
3rd Eye Landslide
See You In Hell
Baby Götterdämerung
Bummer
Powertrip
Space Lord
—————-
Twin Earth
The Right Stuff
Look To Your Orb For The Warning
Negasonic Teenage Warhead

Bericht: Andreas Müller

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