Dragonforce_06.02.2020_Köln_Copyright Andreas Müller_Konzert & Festival Nerd

Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden und daher ist es nicht verwunderlich das DragonForce die Menge der Heavy-Metal-Jünger spaltet. Diese international besetzte Band und mittlerweile auch Grammy nominiert, spielt in Ihrem ganz eigenen Universum. Die schnellste Band der Welt ist mit Ihrem neuen Album „Extrem Power Metal“ auf Welt-Tournee und machte am 06.02.2020 einen Stopp in der Essigfabrik (Köln).

Extreme Power Metal“ ist nicht nur der Titel Ihres neuen Albums, sondern Sie sind gleichzeitig die Erfinder dieser musikalischen Spielart. Die Band pimpt vorwiegend europäische Melodic-Acts mit humorvollem Edelkitsch und Highspeed auf, dabei betreten Flitzefinger Sam Totman und Gitarrist Herman Li, von jeher innovativere Pfade, als manch andere Gitarristen! Der Opener des neuen Albums zum Beispiel „Highway to oblivion“ ist als spielbares Level bei dem Virtual-Reality „Rhythmus Shooter“ AUDICA integriert. Das ist nicht der erste Ausflug in die Konsolen-Spielewelt, ihr Platin-Song „Through the Fire and Flames“ war der herausforderndste Song bei „GuitarHero III“.

Dieses Gesamtpaket erwarteten die Fans an diesem kühlen Februar Abend und sie wurden nicht enttäuscht. Die Band ging von Anfang an energiegeladen und mit der nicht zu unterschätzenden Prise Humor auf der Bühne, der Essigfabrik, in die Vollen.

Sie Stimmung ist einfach episch. Dafür sorgen die beiden Gitarristen Herman Li und Sam Totman, gleichzeitig auch die Gründer dieser Formation, mit ihren sehr komplexen, extrem schnellen und manchmal auch überdrehten Gitarrensoli. Man kann gar nicht so schnell realisieren wie sie die Finger über Ihre Gitarrenhälse fliegen lassen. Natürlich fehlen auch an diesem Abend nicht die Anspielungen bzw. Anlehnungen an Ihre zweite große Leidenschaft die Videospiele, diesmal nicht nur im Sound sondern auch in der Bühnen-Inszenierung mit zwei übergroßen Spielautomaten, einem riesigen beleuchteten Drachenkopf und der großen LED-Leinwand. Die beiden Spielautomaten sind auch der Spielplatz der beiden Ausnahmegitarristen die diese als Podium für sich nutzen. Der Sänger Marc Hudson darf dafür das Publikum und die Bandkollegen mit seiner Nebelpistole in Ekstase versetzten und macht davon auch ordentlich Gebrauch.

Überschall-Heavy-Metal-Songs in Kombination mit Anlehnungen an große Arena Rock-Nummern der 80er Jahre wechseln sich ab. Selbst nach 20 Jahren ist dieser Band der Spaß auf der Bühne anzusehen und auch ein Grund mehr warum die Fans an diesem Abend so abgehen. Inhaltlich sind die Songtexte schon reichlich kitschig aber die Darreichung ist einfach einmalig.

Als Zugabe folgten das Cover von Céline Dions „My Heart will Go On“ und auf ausdrücklichen Wunsch der Fans „Through the fire and flames“.

Fazit: Absolut großartiger Auftritt mehr bedarf es nicht zu sagen.

Bericht & Fotos: Andreas Müller

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