The Hu | Die Kantine - Köln | 02.02.2020

Aus 1000 Kehlen halt der Ruf „Hu Hu Hu“!

Stopp! Spulen wir kurz ca. 1 Stunde zurück, die Band Fire from the Gods aus Austin (Texas) eröffnen den Abend und sind eine eindrucksvolle Vorband für The Hu. Mit Ihren bereits drei veröffentlichenden Alben sind Sie wahrlich keine Newcomer mehr, sondern erfahrene Musiker mit einem ordentlichem Repertoir an Songs.

Kurz geht das Licht aus, die Umbaupause beginnt! Ein paar Sekunden später füllen die Rufe nach The Hu den Raum „Hu Hu Hu“! Es ist heiß, die Stimmung auf dem Siedepunkt und die Fans jeden Alters fiebern dem Auftritt Ihren neuen Helden entgegen.  

Die Kantine ähnelt einer Sauna (Gott sei Dank gibt es keinen Aufguss), das Licht wird kurz gedimmt und The HU eine, wenn nicht „Die“, mongolische Metal-Band betritt die Bühne.

Es ist kaum zu glauben was diese Band in kürzester Zeit erreicht hat, letztes Jahr spielten Sie sich erst in die Herzen der Europäer, um dann über den großen Teich
zu gehen. Dort angekommen dauerte es nicht lange und auch dort war ein Konzert nach dem anderen ausverkauft. Spätestens nach erscheinen Ihres ersten Albums „The Gereg“ und ihrer Ankunft in den Billboard-Charts brachen alle Dämme.

Reifer aber nicht minder enthusiastisch kommen The HU auf die Bühne, stimmen in aller Ruhe ihre reich verzierten Instrumente und legen konzentriert, unter dem frenetischem Jubel des Publikums, mit Ihrem Song „Shoog shoog“ das erste Brett des Abends hin.

Man kann förmlich spüren wie er Geist Dschingis Khans durch die Band und durch die Fans strömt. Es sind nicht nur die mongolischen Instrumente, die traditionelle Kleidung und das halbe Dutzend Musiker, sondern vor allem der durchdringende Kehlkopfgesang, der dieses Gefühl hervorruft.   

Das akkurate Stimmen der Instrumente vor fast jedem Song, die Vielfältigkeit der verwendeten Instrumente und die durchaus folkloristischen Momente in Ihrer Musik machen diese Band und Ihren Erfolg aus. Der Abend ist wie ein Ritt durch die Steppe der Mongolei, ob auf dem Rücken eines Pferdes oder auf einem Motorrad, mit kurzer Rast, um sich auszuruhen, um dann im nächsten Moment einen Sturm heraufzubeschwören. Und manch einer unter den Fans hoffte sicherlich das es niemals enden würde.

Das Konzert mag an die triumphalen Erfolge des Dschingis Khans erinnern und es ist The Hu gelungen dieser alten Kultur neues Leben einzuhauchen.

Es bleibt die Erinnerung an einen sensationellen Abend und die Hoffnung auf einen erneuten Auftritt der Band aus Ulaanbaatar, der Hauptstadt der Mongolei.

Setlist:
Shoog shoog
The Same
The Gereg
The Song of Women
The Legend of Mother Swan
Uchirtai gurav
Shireg Shireg
Bii Biyley
Yuve Yuve Yu
Wolf Totem
The Great Chinggis Khaan
Black Thunder
This is the Mongol
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Wolf Totem

Bericht: Andreas Müller

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